seit 1999

Fallstudie · Luxusgüter

Eine Saalauktion online bringen, ohne den Saal zu verlieren.

Ein Familienauktionshaus mit dreißig Jahren Erfahrung in Antiquitäten, Kunst, Schmuck und Münzen, mit internationaler Kundschaft und einem Ruf, den es nicht aufs Spiel setzen wollte.

2013

Das Haus entschied, dass sein internationales Publikum teilnehmen können sollte, ohne zu reisen. Aber eine Saalauktion ist eine Vorstellung, und der Wert des Geschäfts hing daran, dass sie eine gute ist. Wenn der Gang ins Netz ein schlechteres Erlebnis für die Menschen im Saal bedeutet hätte oder ein zweitklassiges für die Zuschauenden, wäre der Schritt es nicht wert gewesen.

Gesucht war ein Partner, der versteht, wie eine Saalauktion tatsächlich abläuft — und nicht nur, wie man Video überträgt.

Was wir hatten und was nicht

Bis 2013 hatten wir den gesamten Auktionszyklus seit über einem Jahrzehnt abgedeckt — Einlieferung, Katalogisierung, Vorgebote, Abrechnung — mit einer Ausnahme. Live-Auktionen hatten wir nicht gebaut.

Was wir hatten, war genaue Kenntnis davon, wie Saalauktionen laufen, aus Jahren der Arbeit mit Auktionatoren. Das erwies sich als die schwierigere Hälfte des Problems.

Die entwerfende Randbedingung

Fernbieter und Saalbieter mussten wirklich gleichgestellt sein. Das klingt nach einem Fairnessgrundsatz; tatsächlich ist es eine technische Spezifikation. Es heißt, gleichzeitige und betragsgleiche Gebote deterministisch aufzulösen. Es heißt, dass der Auktionator Bedienelemente braucht, um ein Gebot zu korrigieren, anzuhalten und zwischen Losen zu wechseln, ohne dass das Publikum online den Faden verliert. Und es heißt, dass das Tempo des Saals die Latenz einer Videoübertragung überstehen muss.

Welche Informationen während der Live-Auktion eingeblendet werden, haben wir gemeinsam mit den Auktionatoren entschieden und nicht im Alleingang entworfen. Wir haben auch den Ablauf für telefonisch teilnehmende Bieter gebaut, denn dieses Publikum ist nicht verschwunden.

Was daraus wurde

Die Zahl der Lose je Auktion wuchs von einigen Hundert auf mehrere Tausend. Umfang, Reichweite und Ansehen des Hauses wuchsen mit. Heute zählt es zu den führenden Auktionshäusern der Niederlande, mit echter internationaler Reichweite.

Das Verdienst gebührt Generationen von Auktionserfahrung. Was die Software getan hat, war, die Decke wegzunehmen.