Fallstudie · Mobile
Auktionshäuser mit eigener App im Store
Mehrere unserer Kunden veröffentlichen native Apps für iOS und Android unter eigenem Namen und in eigenem Erscheinungsbild. Hier steht, was sich dadurch ändert und wann sich der Aufwand lohnt.

Was eine native App tatsächlich ändert
Die ehrliche Antwort ist vor allem eines: Push-Benachrichtigungen. Einem Bieter, der Ihre App installiert hat, lässt sich mitteilen, dass ein Los auf seiner Merkliste in zehn Minuten schließt. Diese Nachricht landet auf dem Sperrbildschirm und nicht in einem Postfach mit vierhundert ungelesenen E-Mails.
Bei einer Timed-Auktion, in der sich der größte Teil des Werts in den letzten Minuten entscheidet, schlägt sich dieser Unterschied unmittelbar in den Zuschlagspreisen nieder. Alles Übrige, was die App leistet — im Katalog stöbern, bieten, eine Merkliste führen —, kann die mobile Website ebenso gut.
Eigene Marke, keine Doppelmarke
Die Apps werden über das eigene Entwicklerkonto des Auktionshauses veröffentlicht, mit dessen Namen, dessen Icon und dessen Erscheinungsbild. Wer im Store sucht, findet das Auktionshaus. Nichts weist darauf hin, dass die Plattform darunter mit anderen Auktionshäusern geteilt wird — denn aus Sicht des Bieters ist sie in keiner relevanten Hinsicht geteilt.
Dieselbe Plattform darunter
Die App ist kein eigenes Produkt mit eigenen Daten. Sie spricht mit derselben öffentlichen API wie die Website, sodass Katalog, Gebote, Merklisten und Kontodaten dieselben Datensätze sind, nur von einer anderen Oberfläche aus gesehen. Ein in der App abgegebenes Gebot erscheint sofort auf der Website und umgekehrt, weil es nur ein Gebot gibt.
Das heißt auch, dass die App kein eigenes Backoffice braucht. Aus dem Manager veröffentlichte Lose erscheinen in der App ohne einen zweiten Veröffentlichungsschritt.
Wann sie sich nicht lohnt
Eine App ist ein Modul auf der Plattform, und sie bringt Prüfzyklen der Stores und zwei weitere Release-Kanäle mit sich, die aktuell gehalten werden wollen. Wenn Ihre Bieter gewerbliche Käufer sind, die am Schreibtisch sitzen, oder Ihre Versteigerungen so selten stattfinden, dass niemand eine App dazwischen installiert lässt, ist die mobile Website die bessere Antwort — und wir sagen das auch.
Am meisten haben die Auktionshäuser davon, die einen wiederkehrenden Bieterstamm und einen regelmäßigen Kalender haben — Wein, Kunst, Veranstaltungstechnik, Fahrzeuge —, wo dieselben Menschen jeden Monat zurückkommen.

